Stelle mindestens 4x im Jahr Dein Vermögen auf

Veröffentlicht von KRentzsch am

Auf dem Weg in die finanzielle Unabhängigkeit ist es in meinen Augen unerlässlich sich regelmäßig einen sehr genauen Überblick über die Veränderungen seines Vermögens zu schaffen. Das hat mehrere Gründe:

Vorteile des Vermögensüberblickes

Zum einen kann es motivierend sein, sich regelmäßig seiner Erfolge bewusst zu werden. Ich für meinen Teil stelle eine Vermögensübersicht sogar monatlich (zu Monatsbeginn) auf. Es treibt mich weiter an, wenn ich sehe, wie ich an finanziellen Mitteln monatlich dazugewinne.

Weiterhin ist es wichtig frühzeitig Warnsignale zu erhalten, wenn Euer Projekt stagniert oder sogar in die falsche Richtung läuft. Habt ihr in einem Vierteljahr kaum dazu gewonnen? Habt ihr sogar verloren? Dann könnt ihr anhand der Aufstellung direkt erkennen, welche Positionen Eure Sparquote “aufgefressen” haben. Im Anschluss könnt ihr gleich dafür sorgen, dass es im nächsten Quartal wieder besser läuft und Sparpotentiale suchen.

Einfache Excel-Tabelle reicht

Ich benutze für meine Übersicht eine einfache Excel Tabelle, aufgeteilt nach Vermögenswerten, Konsumgütern und Verbindlichkeiten.
Wichtig ist, dass ihr sehr penibel bei der Aufstellung seid! Zu den Vermögenswerten gehört jeder Cent Bargeld, die Bankguthaben, alle Versicherungen zu den derzeitigen (!) Auszahlwerten, tagesaktuelle Depotbestände und so weiter.
Ein Auto in Eurem Besitz ist nur bedingt ein Vermögenswert. Schätzt den derzeitigen Wert Eurer Konsumgüter, die ihr angebt, möglichst pessimistisch. Ihr sucht ja einen Preis, den ihr für das jeweilige Gut jetzt (sofort!) am Markt realisieren könntet.

Ganz genau solltet ihr bei der Aufstellung Eurer Verbindlichkeiten hinsehen. Hier gehören natürlich einerseits Bank- und P2P-Kredite hin, aber auch zum Beispiel noch nicht bezahlte Rechnungen. Egal welches Zahlungsziel ihr habt. Auch Verbindlichkeiten aus Euren Leasingverträgen (die möglichst schnell abgeschafft gehören!) und Steuern müsst ihr berücksichtigen.

Noch bevor ihr mit dem grundlegenden Schritt in die finanzielle Unabhängigkeit beginnt (dem sukzessiven Tilgen Eurer Schulden) solltet ihr jetzt eine eigene Vermögensaufstellung machen. Das dann unbedingt regelmäßig beibehalten. Das Ergebnis einer solchen Rechnung ist dann Euer Nettovermögen. Also im Endeffekt Euer “Reichtum”.


3 Kommentare

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Andreas · 16. April 2019 um 14:53

Hi,
Naja, 4tel-jährliche Aufstellung von Aktiendepots? Aktien schwanken, vor allem jetzt sehr stark seitlich. Ausserdem, auch bei einem Crash heist das nicht, das die Firma schlecht ist, nur weil der Kurs gerade 50% ins Minus ist.
Dazu Versicherungen die sich nur 1x im Jahr ändern?
Ich finde die “Kontrolle” zu intensiv. Selber mache ich das Gesamtvermögen 1x im Jahr und das Depot fast jede Woche, wobei mich da die Schwankungen kalt lassen.
Viel Erfolg bei Deiner Freiheitsbestrebung

    KRentzsch

    KRentzsch · 16. April 2019 um 16:28

    Hallo Andreas,

    dann habe ich mich wohl missverständlich ausgedrückt.
    Ich stelle eben Vierteljährlich meine Bilanz auf und da gehören die Depots und die Versicherungen eben dazu.
    Ich finde jeder muss den Aufwand für sich bewerten.
    Grundsätzlich gebe ich Dir recht, dass sicherlich Gesamtvermögen 1x jährlich ausreicht, aber mich motiviert es, wenn ich es regelmäßiger aufstelle, weiter zu machen.

    Ich treffe keine Aktienentscheidungen aufgrund dieser Aufstellung im Sinne von “die Aktie ist schlechter als beim letzten mal, darum ist sie schlecht und ich bespare sie ab jetzt nicht mehr”.
    Ich praktiziere schon länger “langweiliges” buy and hold.

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Andreas · 16. April 2019 um 14:55

PS: Bilanz hab ich mal vor 10-15 Jahren gemacht. nach 3 Jahren aufgehört und seit letztem Jahr wieder begonnen. Und gleich wieder unnötige Verschwenderpositionen ausgemacht.
Besser wäre es eine Bilnaz/Haushaltsbuch zu führen

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