Rente vs. frühzeitige finanzielle Unabhängigkeit

Veröffentlicht von KRentzsch am

Sicherlich gibt es ganz viele unterschiedliche Motivationen, seine Finanzen in die eigenen Hände zu nehmen. Die einen wollen eine frühzeitige Finanzielle Unabhängigkeit von Arbeitgebern oder Arbeit an sich erlangen, also eine Art Frühruhestand. Anderen ist vielleicht klar geworden, dass die gesetzliche Rente in Deutschland in 10, 20 oder 30 Jahren nicht mehr für den derzeitigen Lebensstil ausreichen wird. Daher soll nun rechtzeitig vorgesorgt werden. Und wiederum andere wollen sich vielleicht zunächst langfristig von ihrer Schuldenlast befreien.

Die gesetzliche Rente im Alter

Das Thema, dass wohl wirklich jeden Deutschen angeht, ist das der gesetzlichen Rente in der Zukunft. Der demographische Wandel sorgt dafür, dass immer weniger junge Menschen immer mehr alte Leute versorgen sollen. Über kurz oder lang bricht das Rentensystem über diese Umverteilung zusammen. Es ist nur logisch, dass wir deutlich kleinere Renten erhalten werden, als das bei heutigen Rentnern der Fall ist. Kürzungen der ursprünglichen Nettogehälter um 40% oder 50% werden in 20 bis 30 Jahren an der Tagesordnung sein. Ob das dann zum gewohnten Leben im Alter ausreicht, darf stark bezweifelt werden.

Die allererste Motivation eines jeden JUNGEN (!) Deutschen im Hinblick auf finanzieller Autarkie sollte daher ein persönliches Konzept für den Ruhestand sein. Erst wenn das gesichert ist, spielen Ideen oder Wünsche wie die finanzielle Freiheit eine Rolle.

Jetzt vorsorgen – nicht später

Ich finde es immer wieder erschreckend, wie häufig ich in Gesprächen hören muss, dass Gleichaltrige (oder deutlich ältere) neben der gesetzlichen Rentenversicherung keine Idee oder Pläne haben. Das Thema wird auf die lange Bank geschoben oder schlicht verdrängt. Je länger ihr wartet, umso höher wird die monatliche Belastung der Vorsorge. Ich habe mit 18 Jahren begonnen privat vorzusorgen. Ob das Produkt jetzt das Beste war, sie mal dahingestellt. Nichts desto trotz kann ich mit kleinen monatlichen Raten über einen Zeitraum von 47 Jahren ein zweckgebundenes Vermögen aufbauen. Wer mit 40 erst beginnt, wird 25 Jahre seines Lebens erhebliche Raten pro Monat aufbringen müssen, um die Versäumnisse und den verpassten Zins wieder aufholen zu können.

Vorsorgen, aber wie fange ich an?

Grundsätzlich gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, für den Altersruhestand vorzusorgen. Sparbuch und Rentenversicherung sind wohl zwei der schlechteren Ideen, da Inflation und Gebühren einen Großteil der Rendite auffressen und das Projekt um so anstrengender werden lassen. Daher solltet ihr Euch nun entscheiden, zunächst in Euer Know-How zu investieren, um dann selbst aktiv zu werden. Ich jedenfalls hatte bei meinen Planungen keine Lust in den  nächsten 40 Jahren noch einen Versicherungs- oder Bankberater mit durchzufüttern.

Morgen stelle ich Euch Wege vor, wie die Vorsorge für das Alter am Aktienmarkt aussehen “könnte” und was ich mir überlegt habe.

Den Zustand der Altersarmut frühzeitig verhindern – Das muss das erste Ziel der finanziellen Autarkie sein


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