Jetzt für den Ruhestand vorsorgen! Aber wie?

Veröffentlicht von KRentzsch am

In meinem letzten Artikel habe ich die zwingende Notwendigkeit betont, schon heute für den Ruhestand vorzusorgen. Alle die, die heute 20, 30, 40, oder 50 Jahre jung sind, werden massive Kürzungen ihrer Einkünfte im Rentenalter erfahren. Die gesetzliche Rente ist ein demographisches System, das aufgrund unserer alternden Gesellschaft nicht weiter funktionieren wird.

Meine frühe Vorsorge

Wie ich ja bereits erzählt habe, habe ich bereits mit 18 Jahren mein erstes Vorsorgeprodukt abgeschlossen. Über meine Bankfiliale vor Ort habe ich seiner Zeit bei einer großen Versicherung eine Rentenversicherung gezeichnet. Das war aus heutiger Sicht sicherlich nicht die beste Entscheidung. Die Zinsen und Überschussbeteiligungen der Versicherungen sind seit der Finanzkrise nahe null. Dennoch habe ich in den letzten 11 Jahren über diesen Weg schon ein kleines Vermögen zusammengespart. Es war sicherlich besser, als bis heute nichts getan zu haben, so wie viele andere in meinem Alter. Das man bei Bank- und Versicherungsprodukten in der Regel abgezockt wird, wenn man nicht höllisch aufpasst, habe ich ja bereits hier erzählt. An solchen Produkten wollen immer viele Menschen mitverdienen, denen es schlicht egal ist, wie es Euch im Alter finanziell ergeht.
Mit Renteneintritt im Alter von 67 Jahren wird mit diesem Produkt jedoch für mich eine monatliche Rente von dann rund 700€ rausspringen. Ich kann mich aber auch für eine einmalige Kapitalauszahlung in sechsstelliger Höhe entscheiden.

Ein zweites (oder drittes?) Standbein

Seit ein paar Jahren habe ich jetzt noch ein drittes kleines Standbein aufgebaut. Ich zahle 100€ monatlich in zwei ETFs in einem speziell dafür angelegten Depot. Ich habe mich klassisch für den MSCI World Index und einen Emerging Markets ETF entscheiden, um breit gestreut anzusparen. Dieses Depot soll auch bis zum 65. Lebensjahr unangerührt bleiben, sodass ich mir dann nach 3 oder 4% Regel noch ein weiteres kleines Sümmchen monatlich auszahlen kann.
Es bleiben natürlich so gesehen als “drittes Standbein” noch die gesetzlichen Rentenansprüche. Mit dieser Dreiteilung fühle ich mich derzeit gut vorbereitet.

Weitere Möglichkeiten

Natürlich gibt es noch andere Möglichkeiten für den Ruhestand vorzusorgen. Neben der Auswahl anderer ETFs kann auch in Immobilen investiert werden, die ihr dann vermietet. Wichtig: Ein Eigenheim ist keine Altersvorsorge, da es Euch regelmäßig Geld kostet und keine Einnahmen bringt! Von klassischen Rentenprodukten der Banken und Versicherungen rate ich heute klar ab. Die Zinserträge sind verschwindend gering und werden nahezu komplett von den Abschlägen für die Berater aufgefressen.

Wie sorgt ihr vor? Habt ihr überhaupt schon begonnen? Es ist nie zu spät anzufangen. Jedoch wird der finanzielle Aufwand mit jedem Lebensjahr, dass ihr wartet umso größer.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.