Ich bau mir einen Geldmagneten

Veröffentlicht von KRentzsch am

Ich habe mir Alex Düsseldorf Fischers Buch “Reicher als die Geissens” zugelegt und gelesen. Vielleicht schon vorab: Unter vielen Finanzbüchern, die ich bereits gelesen habe, ist dieses definitiv eines der umfangreichsten und besten! Alex beschreibt neben Wegen zur finanziellen Unabhängigkeit, vielen eigenen Erfahrungen auch das Prinzip eines so genannten “Geldmagneten”. Die Idee hat mich fasziniert und ich möchte es gern ausprobieren.

In seinem Buch beschreibt Alex die Funktionsweise eines Geldmagneten wie folgt:
Man nimmt 10% aller Geldeingänge auf seinen Konten und überweise sie auf ein Sparkonto. Dieses Sparkonto sollte bei einer neuen/anderen Bank sein. Das Geld, welches sich dort sammelt fasst man niemals wieder an. So installiert man seinen Geldmagneten. Alex Düsseldorf Fischer beschreibt dann weiter, dass es keineswegs darum geht, durch das sich dort sammelnde Geld reich zu werden. Die sich anhäufenden Rücklagen sollen aber mehr Geld wie magisch anziehen. Das geschieht in Form von mehr Aufträgen, besseren Angeboten, geldwerten Gelegenheiten etc.

Eine Frage des Geld-Mindset?

In den Köpfen vieler Menschen scheint es ein negatives Mindset bezogen auf Geld zu geben. Das neu eingerichtete Sparkonto hat die Eigenschaft immer nur anzuwachsen, niemals zu sinken. Es ist nicht nachweisbar, aber Alex behauptet, dass sich anscheinend das Mindset ändert und dass der neue Geldmagnet mehr Geld in unser Leben bringt. Das ganze ist in meinen Augen schon etwas spooky und abgedreht. Jedoch finde ich, sollte man der These eine Chance geben – wer es nicht versucht kann die Idee auch nicht für schlecht befinden. Schließlich verliert man augenscheinlich zunächst nichts, das Geld ist ja nicht weg. Also probiere ich es aus! Ein neues Tagesgeldkonto habe ich bereits eingerichtet, die entsprechenden Daueraufträge sind auch schon automatisiert. Ich werde über meine Erfahrungen bald berichten.

Ein Argument spricht aus meiner Sicht jedoch schon jetzt gegen den Geldmagneten. Die Niedrigzinsphase sorgt dafür, dass Geld auf dem neuen Sparkonto durch die Inflation nicht wirklich ökonomisch eingesetzt wird. Die Inflation frisst stetig an den Ersparnissen auf dem Magnetenkonto. Bedeutet konkret: Der beschriebene Effekt müsste zumindest stärker als die Inflation sein – genau genommen stärker als ca. 8%, da sonst Opportunitätskosten gegenüber einer Anlage am Wertpapiermarkt anfielen.

Habt ihr Alex Buch auch gelesen? Hat das mit dem Magneten schon jemand probiert? Wie sind Eure Erfahrungen?

Bis nächsten Montag!


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