Deutschland Deine Sparbücher

Veröffentlicht von KRentzsch am

Viele sind mit den kleinen roten oder blauen Heftchen noch groß geworden: Unsere klassischen Sparbücher. Das Geld war täglich verfügbar. In Zeiten von guten Zinsen eine absolut sichere Geldanlage und trotzdem eine akzeptable Rendite einheimsen. Diese Zeiten sind spätestens seit der Finanzkrise 2008 und dem Zinseinbruch lange vorbei. Heute bieten die besten Sparbücher noch Zinsen von maximal 0,2%. Weiterhin sind Sparbücher im Zeitalter digitaler Konten unflexibel und umständlich (beispielsweise bei Ein- und Auszahlungen nur am Schalter). Deutschland Deine Sparbücher …

Sparbuch und Eigenheim in Deutschland

Trotz dieser ganzen Nachteile gegenüber vieler anderer Anlageformen erfreut sich das Sparbuch bei der deutschen Bevölkerung immer noch großer Beliebtheit. Nach einer Umfrage von Statista aus dem Frühjahr 2019 gaben 17% der Befragten an ein Sparbuch zu besitzen, weil es besonders sicher sei. Das Sparbuch als beliebteste Anlageform der Deutschen ist allerdings, laut Statista, durch das Eigenheim ersetzt worden. Ein weiterer Beweis, wie unmündig unsere Bevölkerung im Thema Finanzen ist. Schließlich ist das Eigenheim keine Geldanlage, sondern in den meisten Fällen ein Geldfresser, wie Auto und andere Konsumgüter. (Mehr dazu lest ihr hier)
Übrigens, braucht es noch einen weiteren Beweis, dass Banken und Berater kein Interesse haben, Euch beim Vermögensaufbau zu helfen? Die Sparkasse bewirbt nach wie vor ihr Sparbuch als den “beliebten Klassiker”. Wer also Lust hat, sein Geld möglichst ineffizient anzulegen, ja, es sogar zu vermindern, der hört auf seine Bankberater oder klickt hier 🙂

Geldmengen werden schleichend entwertet

Laut einer Statistik der deutschen Bundesbank liegen nach wie vor rund zwei Billionen Euro auf deutschen Sparbüchern oder ebenso schlecht verzinsten Festgeldern und Sparbriefen. All diese Anlagen bringen seit nunmehr 10 Jahren keinen Ertrag. Ganz im Gegenteil, sie schrumpfen aufgrund der Inflation zusammen. Deutschland Deine Sparbücher…
Marktforscher der GfK haben in Zusammenarbeit mit dem Flossbach von Storch Research interessante Ergebnisse aus Umfragen generieren können.

Rendite und Anlageform müssen passen

Nur 20% der Befragten gaben an, bei Geburt eines Kindes mit Aktien für die Ausbildung oder ähnliches zu Sparen (Anlagesumme 100€ monatlich für 18 Jahre). Weit über die Hälfte der Befragten gab an, das Geld auf Sparbüchern oder Festgeld anlegen zu wollen. In der gleichen Umfrage aber gaben diese Personen an, mit einer Rendite von rund 2% zufrieden zu sein. Die liegt ab fern ab jeglicher Realität bei diesen Anlageformen! Renditewünsche und gewählte Anlageform passen also überhaupt nicht zusammen. Deutschland Deine Sparbücher…
Besonders Frauen scheuen nach der selben Umfrage den Aktienmarkt. Die kurzfristigen Wertschwankungen – und damit einhergehende temporäre Verluste – schrecken den Großteil der Deutschen anscheinend ab. Es fehlt schlicht der Blick des langfristigen Investors.

Macht Euch Gedanken und vergesst das Sparbuch

Für die heranwachsenden Generationen wird Sparmotiv Nr. 1 die Altersvorsorge sein. Ganz egal, ob man mit 20, 30, 40 oder erst 50 Jahren beginnt ein Vermögen für den Ruhestand zu bilden: Es handelt sich immer noch um langfristige Anlagen. Natürlich kann ich nur empfehlen, so früh wie möglich zu beginnen! Es wird einfacher und auf den Zeitraum von zum Beispiel 40 Berufsjahren entspannter und effizienter ein Vermögen aufzubauen. Je länger man Zeit hat, um so mehr erledigt der Zinseszins für einen. Fangt ihr spät an, müsst ihr alles allein aufbringen.


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