der tägliche coffee to go

Veröffentlicht von KRentzsch am

Hunderttausende Menschen rennen morgens vor der Arbeit oder in der Mittagspause in die naheliegenden Bäckereien, Cafés, Restaurants o.Ä., um sich Ihren “coffe to go” zu kaufen. Besonders beliebt ist das Getränk bei Pendlern mit der Bahn, sind doch unsere Bahnhöfe mittlerweile voll von Möglichkeiten sich den schnellen Kaffee für zwischendurch zu besorgen. Die Qualität der Heißgetränke könnte bei den vielen Anbietern wohl unterschiedlicher nicht sein. Vom Spezialisten mit frischen Kaffeespezialtitäten bis hin zum Drogeriemarkt, der versucht mit einem Kaffeeautomaten noch ein paar Euros einzustreichen ist wohl alles zu finden. Ebenso breit ist die Preispalette der unzählbaren Anbieter unserer aushäusig “frisch zubereiteten” Milchkaffees, Cappuccinos und Latte Macchiatos: Von 1€ beim Discounter bis hin zu 3-5€ pro Kaffee beim Spezialisten lässt sich alles finden. Spätestens jetzt kann einem schwindelig werden und wirklich der Appetit vergehen, wenn man diese Ausgaben genauer unter die Lupe nimmt:

Die Anzahl der Arbeitstage eines Arbeitnehmers im Jahr 2019 beträgt in Nordrhein-Westfalen 250 Tage. Nehmen wir den täglichen coffee to go auf dem Weg zur Arbeit, kommen wir bei 250 Arbeitstagen und dem morgendlichen Besuch beim Discounter (im günstigsten Falle de Kaffee für 1€) auf 250€ jährlich für das Heißgetränk. Das bedeutet auf einen Zeitraum von 20 (40) Jahren, dass unverzinstes Kapital in der Höhe von 5.000€ (10.000€) für den täglichen Kaffee, aus Bequemlichkeit sich den Kaffee morgens zu Hause selbst vorzubereiten, ausgegeben wird. Diese Summen über die entsprechenden Zeiträume beispielsweise in einen etf-Sparplan angelegt…

Der Kaffeeliebhaber, der sich seine Spezialität etwas mehr kosten lässt (rechnen wir durchschnittlich mit 3€ pro Getränk) zahlt jährlich sage und schreibe 750€. Die kumulierten Kaffees verschlingen dann über Zeiträume von 20 (40) Jahren insgesamt ein Finanzpolster von 15.000€ (30.000€). Ein Wahnsinn….

Sicherlich ist nicht jeder Konsum von Kaffee außer Haus zu verteufeln! Ein Kaffee bei netten Gesprächen mit Freunden, Bekannten oder Familienmitgliedern in einem schönen Café ist eine lohnende Investition, oder etwa nicht? Aber morgens in der früh eine Thermoskanne (oder der Thermosbecher) vorbereitet für meinen Arbeitstag kostet mich im schon recht teuren Falle einer Kapselmaschine 0,30€ und bietet auf Jahre gerechnet enormes Einsparpotential.


1 Kommentar

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Kai · 25. Februar 2019 um 15:23

Wahnsinn diese Summen!!! Das habe ich noch nie ausgerechnet!! Kaffee zu Hause ist ab sofort angesagt Danke für den Artikel
Kai

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